Neue Bauwerksuntersuchungen an der Steige und Begrenzung auf 30 km/h

Heute, 30.6.22 gab das Landratsamt auf seiner, eigens zum Projekt „Sonderbucher Steige“ eingerichteten, Homepage (www.zukunft-sonderbucher-steige.de) bekannt, dass die maximal zulässige Geschwindigkeit auf der Sonderbucher Steige nun auf 30 km/h beschränkt werden wird.
Diese Entscheidung wurde aufgrund der nun vorliegenden Ergebnisse der objektbezogenen Schadensanalyse zum oberen und unteren Bauwerk durchgeführt.
Weitere Maßnahmen, so das Landratsamt, würden sich möglicherweise aus den noch erwarteten statischen Berechnungen ergeben.
Die entsprechenden Dokumente finden Sie hier:
OBSA – unteres Bauwerk
OBSA – oberes Bauwerk

Es überrascht etwas, dass das Landratsamt weiterhin von einer Gewichtsbeschränkung von Sonderbuch nach Blaubeuren absieht.
Könnten von einem solchen Verbot nicht die Schulbusse ausgenommen werden, falls der Busverkehr der Hintergrund dazu ist?

Und warum soll die Geschwindigkeit abseits der Bauwerke reduziert werden, wenn doch die Bauwerke betroffen sind und die übrige Straße sich zwar in einem Sanierungsbedürftigen, aber unverändert stabilen Zustand befindet?

Daraus lässt sich aber noch mehr ableiten. Sollte sich der Kreistag dazu entscheiden eine Trasse auf der Alb zu bauen, sind mit den, dann notwendigen Planfeststellungs- und Enteignungsverfahren noch erhebliche Hürden zu nehmen. Und dann müsste die Straße ja auch noch gebaut werden. Dass die Steige während dieser Zeit als Verbindung nach Blaubeuren gefahrlos weiter bestehen kann, ist äußerst fraglich.
Das wahrscheinlichere Szenario ist, dass die Steige dann irgendwann geschlossen werden müsste und sowohl der Umleitungsverkehr als auch die Bauarbeiten im Naherholungsgebiet stattfänden.
Nicht zu hoffen wäre, dass die Steige nicht rechtzeitig gesperrt wird und eines der beiden Bauwerke schließlich während des Betriebs zusammenbräche. Hierfür wollte ich die politische Verantwortung nicht tragen müssen.

 

Ein Kommentar

  1. Thomas Kinkel

    Meines Erachtens dient das inzwischen neben der „Bürgerbeteiligung“ nur dem Verschleppen und als Taktik, um am Ende den Bau einer neuen Trasse mehrheitsfähig auch bei den Gegnern einer Straße über die Hochfläche zu machen.

    Das Thema Sanieren der Steige steht schon sehr lange im Raum und anstatt solchen Voodoos, das auch nur unnötig Geld verschlingt, konnte mit dem entsprechenden Willen längst ein Projekt nebst Planfeststellung, Baubeginn usw. laufen.
    Das erinnert mich etwas an die windige Umfrage zur Finanzierung eines größeren Bahnprojekts in der Landeshauptstadt, die nur dazu diente, sich als Land Baden-Württemberg aus der Verantwortung zu nehmen und das jetzt trotzdem alle Latten wie vorhergesagt gerissen hat. Diesen faden Beigeschmack hat das Gewese um das Nichtsanieren der Steige inzwischen ebenfalls im kleineren Rahmen.

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